Über mich

Das Wesen, das Werden und das Wachsen von christlich begründetem Leben und von christlich begründeter Gemeinschaft hat mich schon immer interessiert und bewegt.

Aufgewachsen bin ich in Frenkendorf BL, als 5. Kind einer in der damaligen Bischöflichen Methodistenkirche sozialisierten Familie (heute Evangelisch-methodistische Kirche). Als guter Schüler konnte ich das Progymnasium in Liestal besuchen, ergriff dann aber einen Beruf. Ich lernte Koch, mit bester Abschlussprüfung im Kanton. Auf dem Weg in die Spitzengastronomie erhielt ich eine Stelle in einem 5-Sterne Hotel in Vevey, dem „Hotel des Trois Couronnes“. Die Stelle war höchst interessant, aber es bewegten mich Zweifel, ab es meine Lebensaufgabe sein könne, meine Arbeitskraft für die oberste Gesellschaftsschicht einzusetzen. Ich machte die Diätkoch-Zusatzlehre (wiederum mit der Bestnote von allen Lehrabschlussprüfungen im ganzen Kanton) und arbeitete am Kantonsspital Basel. In der gleichen Zeit engagierte ich mich in der kirchlichen Jugendarbeit. Daraus wuchs der Wunsch, mich ganz für die Förderung der christlichen Gemeindearbeit einzusetzen. Im Rahmen der Methodistenkirche war das Pfarramt die dafür vorgegebene Möglichkeit.

Nach einem einjährigen Vorpraktikum studierte ich am Theologischen Seminar der Evangelisch-methodistischen Kirche in Reutlingen D (heute Theologische Hochschule Reutlingen).

In der Zeit kurz vor dem Praktikum lernte ich meine Frau kennen, Susanne Luginbühl. Wir heirateten im Herbst 1976 und gehen seit da gemeinsam in intensiver Zweisamkeit (und immer noch verliebt) durchs Leben. Es wurden uns drei Töchter und ein Sohn geschenkt.

Die Stationen der Gemeindearbeit waren Affoltern a.A., Interlaken, 8 Jahre in der Kirchenleitung mit Zuständigkeit für den Berner Distrikt, ein Gastjahr bei den Waldensern/Methodisten in Vercelli/Vintebbio in Italien, es folgte Berg-Kehlhof TG und zuletzt Bern mit dem Schwerpunkt Bümpliz.

Acht Jahre vor dem Ruhestand wuchs der Wunsch, näher bei den Menschen zu sein, und mehr über das Handeln als über die Worte bei ihnen zu sein. Mit meiner Frau zusammen führten wir teilzeitlich das Café Spielfalt in Bern, ein Begegnungsort mit Indoor-Spielpark für Erwachsene. Es sollte einfach ein Ort sein, der Menschen guttut. In dieser Zeit wuchs auch das Engagement bei Fragile Bern mit Entwicklung von neuen Angeboten zusammen mit der Geschäftsstelle, konkret: „Themen-Anlässe“ für Menschen mit einer Hirnverletzung und Angehörige, sowie „Sonntagsbrunch“ für Junge Betroffene.

In dieser Zeit engagierten meine Frau und ich uns in der Behördenarbeit der Reformierten Kirche Köniz, im Kirchenkreis Schliern und dann im Kirchenkreis Mitte (Kirchenkreiskommission, Kirchgemeinderat, Synode der Reformierten Kirche Bern Jura Solothurn).

In der ganzen Zeit bewegte mich die Frage der Erneuerung der Kirche. Ich versuchte, von allen Initiativen das Beste mitzunehmen: Mut zur Gemeinde, Charismatische Bewegung, Gemeindeaufbau-Bewegung, Alpha-Live-Kurse, Fresh Expression, Kirche in Bewegung, Tagungen von Glaube und Gesellschaft an der Uni Fribourg.

Ergebnis des ganzen Weges ist die Erkenntnis: es braucht mehr als Erneuerung der Kirche. Es braucht ein Hineintragen der christlichen Lebensart in die konkrete Existenz der heutigen Menschen, eine Transition. Es darf nur um die Menschen gehen und um die Möglichkeit, dass sie den befreienden Weg finden, das Leben in den Fussstapfen des Einen Menschen aus Nazareth zu gehen.

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